Die Geschichte der Liebfrauenkirche
Seit 800 Jahren prägt die Liebfrauenkirche im mittelalterlichen Stadtkern das Erscheinungsbild von Arnstadt. Sie wird als wichtigstes Bauwerk des Übergangs von der Romanik zur Gotik genannt, zusammen mit dem Naumburger Dom.
Die Liebfrauenkirche wurde im Jahre 1220 als dreischiffige Basilika mit doppeltürmiger Westfront in spätromanisch-frühgotischen Formen errichtet und kurz vor Mitte des 13. Jahrhunderst als "Maulbronner Bauschule" weitergeführt. Um 1300 ist die Kirche schließlich im Wesentlichen fertig gestellt.
Bis zur Reformation war die Liebfrauenkirche der Mittelpunkt des kirchlichen Lebens der Stadt. Mit der Reformation verlor sie jedoch an Bedeutung. Ab 1813 wurde sie sogar zum Magazin und verfiel wegen mangelnder Bemühungen um ihre Erhaltung fast zur Ruine.
Im Jahre 1855 bildete sich erstmals ein Verein zur Wiederherstellung der Liebfrauenkirche. Nach umfangreichen Restaurierungen in den Jahren 1880 bis 1894 konnte die Kirche wieder einer gottesdienstlichen Nutzung zugeführt werden. Seitdem haben eine Reihe von Umbauten und Restaurierungen die Gestalt des Gebäudes immer wieder verändert.
Im Jahr 2000 wurde das Kuratorium zur Erhaltung der Liebfrauenkirche Arnstadt gegründet, mit dem Ziel, durch gemeinsames Tun kulturelles Erbe zu bewahren und für künftige Generationen zu erhalten.
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